50 Jahre MSC Kleinhau

Die Geschichte des Motor-Sport-Club Kleinhau

 

Anfang der sechziger Jahre verbrach­ten Jugendliche aus Kleinhau einen Großteil ihrer Freizeit damit, auf Fahr­rädern und Mopeds durch die Kleinhauer Felder zu fahren. Weil das Fahren auf geraden und teilweise befestigten Feldwegen mit der Zeit zu langweilig wurde, suchte man ein anspruchsvolleres Gelände und fand dieses in einem ausgedienten Steinbruch in der Nähe des Dorfes. Die kleine Strecke im Stein­bruch, auf der gerade zwei Motorräder nebeneinander Platz haben, wurde lange Zeit gerne als Trainingsstrecke benutzt.

Ende 1964 besuchte ein späterer Mit­begründer des MSC Kleinhau, Hans-Edi Schmitz, ein Moto Cross-Rennen in lmgenbroich bei Monschau. Er erzählte den Kleinhauer Jungen von diesem Rennen und die Begeisterung war so groß, dass man schon 1964, inoffiziell einen Moto Cross Club gründete und offiziell das Gelände des Steinbruchs pachtete.

 

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Der Veranstalter des Rennens in Im­genbroich, der Motorsport-Club Imgen­broich, wurde auf die Aktivitäten in Kleinhau aufmerksam und veranlasste die eigentliche Clubgründung und das erste Motocrossrennen in Kleinhau.

Helmut Förster aus Simmerath Eicherscheid kam mit seinem Motorrad nach Kleinhau und gab den Neueinsteigern aus Kleinhau nützliche Fahr- und Reparatur Tipps, also veranstaltete er im Frühjahr 1965 den ersten „Moto Cross Fahrerlehrgang“.

Weil die meisten Vereinsgründer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, mussten ältere Vereinsmitglieder für maßgebliche Vereinspositionen ge­funden werden, damit der Club ins Vereinsregister eingetragen werden konnte. So erklärte sich August Jörres bereit den Vorsitz zu übernehmen, so dass einer offiziellen Vereinsgründung am 12. Februar 1966 als Motor-Sport Club Kleinhau e.V. „Eifel-Team Kleinhau“ nichts mehr im Wege stand. Auf der Gründungsversammlung wurde be­schlossen, dem Deutschen Amateur­ Moto-Cross-Verband beizutreten, um offiziell Rennen veranstalten zu können.

 

 

Am 9. Oktober 1966 fand das erste Kleinhauer Moto Cross Rennen, als „Herbstpokal-Rennen“, auf einem Wie­sen- und Ackergelände zwischen Kleinhau und Schevenhütte statt. Diese Veranstaltung, welche durch finanzi­elle Unterstützung des MSC Imgen­broich zustandegekommen war, wurde trotz dichten Nebels von 4000 Zu­schauern besucht. Die Rennstrecke war noch mit kleinen Fähnchen abgesteckt und man fuhr  zu einem großen Teil auf umge­bauten Straßenmotorrädern. Gestartet wurde mit einer Flagge und bis auf den Sturzhelm gab es kaum eine fach­gerechte Schutzkleidung für die Aktiven. Aber ein Anfang war getan. Der Erfolg des Rennens, der nicht zuletzt durch die tatkräftige Mitarbeit von freiwilligen Helfern aus dem Dorf ermöglicht wur­de, spornte zu weiteren Veranstaltun­gen an. Schon beim dritten Rennen am 29. September 1968 wurde der Kleinhauer Waldkurs, aufgrund der steigenden Zuschauer und Teilnehmerzahlen, in der Streckenlänge verdoppelt.

70er Jahre: der Boom

In den siebziger Jahren erlebte die Motorradindustrie einen beachtlichen Aufschwung. Während das Motorrad vor den sechziger Jahren noch das billige Fortbewegungsmittel des „Klei­nen Mannes“ war, wurde es jetzt mehr und mehr zum Freizeit Fahrzeug, zum Inbegriff von Abenteuer und Freiheit. Freiheit heißt Unabhängigkeit, Unab­hängigkeit auch vom Vorhandensein befestigter Straßen, die Möglichkeit zu haben, sich frei von Grenzen zu machen und über Stock und Stein zu fahren. So wurde dem Geländemotorrad beson­dere Aufmerksamkeit geschenkt, was sich in der verstärkten Entwicklung von Serien-Geländemaschinen, den „Enduros“, bemerkbar machte.

 

Der „Off Road Sport“ wie das Geländefahren genannt wurde, faszinierte die Jugend und hatte Auswirkungen auf den MSC Kleinhau. Man konnte mit einem festen Zuschauerstamm von einigen Tausend bei steigender Tendenz kalkulieren. Dies hatte jedoch auch noch einen zweiten Grund, die sportlichen Lei­stungen der „Eifel-Team Fahrer“ konn­ten sich sehen lassen. Fahrer wie Hel­mut Förster aus Eicherscheid,

Klaus Huppertz aus  Mützenich, Rudi Scheen aus Strauch, Ludwig und Winfried Nießen aus Huppenbroich, Uwe Gerlach aus Stockheim, Karl-Heinz Müller und vor allem Toni Luysberg aus Kleinhau erreichten in der Verbands ­und Europameisterschaft beachtliche Platzierungen. Der Bekanntheitsgrad, die persönliche Ausstrahlung und das Engagement auch in anderen Berei­chen des gesellschaftlichen Lebens taten das ihre dazu, die Zuschauer in Massen nach Kleinhau zu holen.

 

 

Im Jahre 1970 erhielt der Club vom DAMCV die Zusage, einen Europa­meisterschaftslauf veranstalten zu dür­fen und so wurde der EM-Lauf für Ama­teure der Klasse 250 ccm ins Renn­programm aufgenommen. Seither wurde die Europameisterschaft ein fe­ster Bestandteil im Kleinhauer Renn­geschehen. Viele werden sich noch daran erinnern, als Toni Luysberg 1973 den EM-Lauf 250 ccm souverän gewann, Vize-Euro­pameister wurde und in der letzten Runde des Rennens unter dem Jubel der Zuschauer die lange Sprungschan­ze gegenüber der Zielgraden auf dem Hinterrad hinauffuhr. Ab 1972 wurden zwei Moto Cross Ver­anstaltungen durchgeführt, nachdem der MSC Kreis Monschau sich auflö­ste, und die Fahrer sich dem Kleinhauer Club anschlossen. Bis 1976 wurde auf der legendären Rennstrecke in Simmerath Paustenbach das soge­nannte „Frühjahrsrennen“ abgehalten.

Mitte der 70er Jahre wurde innerhalb des Clubs eine Straßenabteilung ge­gründet, die sich an zahlreichen Orientierungsfahrten erfolgreich betei­ligte und solche Wettbewerbe auch selbst durchführte.

 

 

Das Jahr 1976 stellte in doppelter Hinsicht einen Wendepunkt in der Vereinsgeschichte dar:

1. der langjährige Vorsitzende August Jörres trat aus gesundheitlichen Grün­den seinen Posten ab und wurde zum Ehrenmitglied ernannt.  Als Nachfolger wurde der Mitgründer des Vereins, Toni Luysberg, gewählt

2. Das Renngelände zwischen Klein­hau und Schevenhütte wurde wegen des Baus der nahegelegenen Wehe­bachtalsperre zum Wasserschutzgebiet erklärt und konnte deswegen nicht mehr für Rennveranstaltungen genutzt wer­den.

Man sah sich nach einem neuen Gelän­de um und wählte ein weitläufig ange­legtes Tal am „Raffelsberg zwischen Kleinhau und Brandenberg als neue Rennstrecke. Das Gelände wurde von der Gemeinde Hürtgenwald gepachtet und seit 1977 werden auf der anspruchsvollen, in Hanglage liegenden Rennstrecke  die Kleinhauer Moto-Cross-Rennen durchgeführt.

Um dem zunehmendem Interesse am Sport, vor allem bei Jugendlichen ge­recht zu werden, kaufte der Verein ei­nen Transporter, so dass auch die jün­geren Fahrer, die noch keinen Führer­schein besaßen, zusammen mit voll­jährigen Fahrern zu den auswärtigen Rennen gelangen konnten.

Der „Club ­Bus“ war jedoch nicht nur ein reines Transportmittel. Weil er in Eigenleistung hergerichtet wurde förderte er auch den Gemeinschaftssinn: Mit einer Vereinsfahne versehen, diente er als Orientierungs und Anlaufpunkt in den Fahrerlagern quer durch Europa.

Was in diesem Fahrzeug auf den Fahr­ten zu den Rennen gelacht wurde, überstieg oft das Maß einer mehr­stündigen Kappensitzung.

1979 errichtete man auf dem Renn­gelände eine massive Gerätehütte, und die Ländereien wurden komplett umpflanzt. Nachdem man nun von der Gemeinde Hürtgenwald eine feste angepachtete Bleibe gefunden und halbwegs installiert hatte, wurden in Kleinhau zwei Veranstaltungen im Jahr durchgeführt. Seitdem entfiel das Rennen in Simmerath-Paustenbach.

 

Blütezeit, Ernüchterung und Neubeginn

80er Jahre:

Der Zulauf zum Verein wurde größer und größer. Um der steigenden Mitglie­derzahl Herr zu werden, grenzte man das Einzugsgebiet ein.

Doch dies war keine endgültige Lösung. Die Entwick­lung ging so weit, dass sich einige Mit­glieder aus dem Stolberg-Aachener Raum dazu entschlossen, zur Entla­stung und mit Unterstützung des MSC Kleinhau einen eigenen Verein zu gründen.

So wurde 1982 der „MSC Grenzland“ im DAMCV gegrün­det.

Nicht nur die Zahl der inaktiven Mitglie­der, sondern auch die Zahl der Fahrer stieg erheblich. Viele Fahrer kamen aus Kleinhau selbst, zu einem großen Teil wohnten sie sogar in der gleichen Straße, der Schäfergasse, die bezeichnender­weise den Beinamen „Cross Gasse“ erhielt.

Sportliche Erfolge blieben nicht aus:

Toni Luysberg wurde 1978, 79 und 80 Verbandsmeister, 1981 Deutscher-Amateur-Meister. Heinz Schmitz errang 1981 die Verbands­meisterschaft und wurde 1982 eben­falls Deutscher Amateur Meister.

Klaus Huppertz wurde 1979 Deutscher Meister und Verbandsmeister in den Jahren  1979, 1981 und 1983. Uwe Gerlach und Helmut Förster waren in dieser Zeit ebenfalls erfolgreich.

 


 

Dreiradartisten bereichern den MSC Kleinhau

Bestand die Fahrerschaft bis weit in die 70er Jahre des MSC noch aus­schließlich aus Solofahrern,so  kamen in den 80 er Jahren immer mehr Gespann-Piloten hinzu. Als herausragende Na­men sind hier Gerd Blatter - Günter Heimbüchel sowie Arno Müller - Gerd Schleicher zu nennen. Sie und auch andere Teams sorgten für hervorragende Ergebnisse: Müller - Schleicher wurden 1986 Deutsche Amateur Meister und Verbandsmeister.

1989 war der totale Erfolg der Kleinhauer Gespannfahrer zu verzeichnen, indem das Team Mül­ler-Schleicher Gespann Meister wurde und Gerd Blatter mit Roland Dahmen  Vizemeister. Der MSC Kleinhau hatte Ende der 80 ziger Jahre zeitweise 11 Lizenzierte Gespanne.

In Verbindung mit einer für Gespannfahrer typischen kameradschaftlichen Mentalität stellten die Dreiradartisten eine echte Bereicherung des Clubge­schehens dar.

Die Zuschauerzahlen erreichten 1980-1983 ihren Höhepunkt.

Ein vereinseigener Toilettenwagen wurde hergerichtet, und eine feste Startanlage installiert.  Zu­sätzlich zu den beiden Rennen wurden Motorrad-Ausstellungen organisiert, die den Fahrern und Interessierten die Möglichkeit gaben, die Modelle der nächsten Saison zu begutachten und manches „Benzingespräch“ zu führen.

Zur Förderung der Jugend wurden re­gelmäßig BMX-Rennen veranstaltet.

Doch wie so oft liegt in einer Blütezeit schon der Keim für spätere Krisen und Rückschläge. So war es auch beim MSC - Kleinhau. Professionalisierung und Verteuerung des Sports wiesen dem Faktor Geld eine größere Rolle zu als bisher. Der Verein, aber auch ein­zelne Fahrer knüpften Kontakt zu Sponsoren, die als Gegenleistung für finanzielle Unterstützung natürlich Werbung für ihre Produkte verlangten. Als geeignete Werbefläche sollte das Trikot des Fahrers dienen, welches je­doch nach Ansicht des Clubs ein ein­heitliches Vereinstrikot sein sollte. Ka­meradschaft und Teamgeist sollten durch die Verpflichtung, das weithin sichtbare blau-orangefarbene Clubtrikot zu tragen, gefördert werden. Dieser Gedanke stand natürlich in krassem Widerspruch zu der Möglichkeit für Geld ein individuelles Sponsortrikot zu tragen. Das Tragen von Vereins-Trikots bei Wettbewerben blieb für viele Jahre ein heiß diskutiertes Thema über das sich die Fahrer bis heute weiterhin einig sind.

Bei allen Rennen zur Deutschen Amateur Meisterschaft sind die Fahrer des MSC Kleinhau am Blau Orangen Trikot zu erkennen.

Der Umweltschutzgedanke und das verschärfte Umweltbewusstsein ver­schiedener Mitbürger stellten eine wei­tere Belastung für den Verein dar. Man fühlte sich von den knatternden Motor­rädern belästigt, man kritisierte die Verschmutzung der sauberen Eifelluft durch Abgase und befürchtete eine Verunreinigung des Bodens durch 0el und Benzin. Nicht zuletzt sah man die Fauna und Flora im Einzugsbereich der Rennstrecke gefährdet Durch sorgsa­me Pflege des Renngeländes, durch intensive Naturbeobachtungen inner­halb und im Einzugsbereich des Gelän­des, durch Unterstützung einer von Vernunft geleiteten Gemeindeverwal­tung, vor allem aber durch die einfach besseren Argumente, konnten die meisten der verständlichen aber unnö­tigen Bedenken aus dem Lager der Umweltschützer ausgeräumt werden.

 

 

Den größten Rückschlag erlebte der Verein, als Anfang bis Mitte der 80er Jahre das Finanzamt mit erheblichen Steuerforderungen an ihn herantrat Dabei wurde die Gemeinnützigkeit dem Club zum Verhängnis. Der Verein stand am Rande des finanziellen Ruins. Es wurde eine Vereinsauflösung erwo­gen, doch der Idealismus war so groß, dass man auf einer denkwürdigen Ver­sammlung die Weiterführung beschloss. Jedoch konnte nach dem finanziellen Schock festgestellt werden dass sich das Vereinsklima verbes­serte. Organisatorische Fortschritte konnten erzielt werden, was nicht zuletzt einigen neuen aktiven Mitgliedern

die auch direkt den Weg in die Vorstandschaft einschlugen,  zu verdanken ist. Der Verein konnte sich unter größten Sparmaßnahmen und Aufopferungen wieder ein finanzielles Polster verschaffen, das ihm 1989

erlaubte, einen festen Strom und Wasseranschluss sowie eine Bewässerungsanlage für die Rennstrecke zu installieren. Die vorhandene Gerätehütte wurde zu einem Clubheim mit Toilettenanlage ausgebaut.

Als sportliche Bereicherung wurde am 27. September 1987 das erste Flutlicht  Moto Cross Rennen veranstaltet, was aber durch schlechte Witterungsbedingungen und Mangels Erfahrung mit dem Renngeschehen in der Dunkelheit nur zu einem mässigen Erfolg führte.

 

Bis 1987 wurde die Frühjahrs Veranstaltung jeweils am 1. Mai durchgeführt, aufgrund der günstigen Lage der Feiertage wechselte man bis heute zum Wochenende um Christi Himmelfahrt.

Die Abendveranstaltungen im größeren Festzelt wurden zu einer  Bereicherung für die Jugend und für den MSC Kleinhau ein weiteres Finanzielles Standbein. Mit den Einnahmen aus dem Festzeltbetrieb wurden fast alle Investitionen auf dem Renngelände, die auch heute noch die Durchführung der Veranstaltungen und den Trainingsbetrieb erleichtern, finanziert.

Jugend und Nachwuchsarbeit

1987 wurde die Jugendabteilung des Deutschen Amateur Motocross Verbandes, durch die Initiative von Willi Jütten aus Heinsberg, gegründet. Seitdem haben Jugendliche die Möglichkeit, Alters und Leistungsbezogen den Moto Cross Sport in verschiedenen Klassen auszuüben.

Auch die Motorrad-Industrie zog mit und es gibt seither Serienmotorräder mit kleinen Radgrößen und kleineren Fahrwerken. Heutzutage können Kinder ab 5 Jahren in der 50ccm Mini Klasse an Rennen teilnehmen.

 

In Sachen Jugend und Nachwuchsarbeit veranstaltet der MSC Kleinhau jährliche Fahrerlehrgänge, bei denen die Teilnehmer in kleinen Gruppen mit namhaften Trainern geschult werden. Das diese Arbeit Früchte trägt zeigen die Erfolge der MSC Fahrer bei vielen Rennen und in der Clubwertung des DAMCV bei der der Club Kleinhau in den letzten Jahren immer unter den vorderen Plätzen zu finden ist.

Aus dieser Jugendabteilung kamen dann vom MSC Kleinhau so erfolgreiche Fahrer wie Christian Hentrich aus Kleinhau 4. Platz DAM 250-500ccm Meisterschaft 2005, Michael Förster aus Eicherscheid mehrfacher Jugendmeister, ehm. DAM Meister 125ccm, später dann, Kai Wirtz aus Kreuzau Doppelmeister National und Jugend 2004, 6. Platziert DAM 125 ccm 2005, Kevin Braun aus Schophoven, Stefan Hilden aus Stolberg, Pascal Proenen aus Üdingen und viele mehr. 

Öffentlichkeitsarbeit

Im Jahr 1990 wurde das Rathaus in Kleinhau eingeweiht und alle Ortsvereine trugen zu dieser Einweihung bei, auf Anfrage der Gemeindeverwaltung hin, veranstaltete der MSC Kleinhau damals zwei Clubrennen mit ca. 30 Fahrern rund um das neue Rathaus, das dürfte wohl genau so einzigartig sein, wie das Befahren des Rathausplatzes in Düren anlässlich einiger Stadtfeste. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit ist der Club aktiv, bei Stadtfesten, Motorradausstellungen, Leistungsschauen und auch bei Tagen der Offenen Tür verschiedener Firmen im Kreis Düren sind die MSC Fahrer dabei.

 

Publikumsmagnet Flutlicht Moto Cross

Das Flutlicht Moto Cross des MSC Kleinhau wurde immer mehr zum Publikumsmagnet. Das Programm wurde erweitert in dem das die Viertakt Seitenwagen und die Oldtimerklassen Freitagabend mit an den Start gingen. Durch die einzigartige Atmosphäre dieser Veranstaltung und durch das Angagement von Edgar Jansen, der intensive Kontakte zu den Oldtimer und Seitenwagen Teams unterhält, stiegen die Teilnehmerzahlen so, dass mittlerweile schon Anfang März Nennungsschluss ist. So namhafte WM Fahrer wie Dietmar Laacher und Bernd Eckenbach ließen es sich nicht nehmen in Kleinhau an den Start zu gehen und versetzten, neben den Oldtimer und Seitenwagen, im Lichterglanz des Feuerwerks, tausende Zuschauer in Staunen.

„Das aus für den Moto Cross Sport ?“

Ende 1995 verlängert der Landschaftsbeirat und die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Düren die erteilte Ausnahme- Genehmigung nicht mehr und die Rennstrecke „Am Raffelsberg“ wurde Behördlich für zwei Monate geschlossen.

 

„Eifel Rennstrecke darf nicht sterben !“

Der MSC Kleinhau, die Gemeinde und Kreisverwaltung wendeten sich dann an die Obere Landschaftsbehörde der Bezirksregierung in Köln, die dann Anfang März 1996 wieder Grünes Licht für den Renn und Trainingsbetrieb gab.

Allerdings mit großen Auflagen behaftet die bis Ende Oktober 1998 erfüllt werden mussten.

Also gab es für den Vorstand des MSC Kleinhau wieder mal viel Arbeit in Sachen neues Genehmigungsverfahren. Die Streckenführung wurde auf den heutigen Stand gebracht, ein Landschaftspflegerischer Begleitplan musste erstellt, viele Gespräche und Diskussionen am Runden Tisch geführt werden.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch nicht die die Umsetzung der Auflagen an der Rennstrecke, hier wurden unzählige Arbeiten unter der Leitung des damaligen Streckenchefs Helmut Förster durchgeführt.

Dann das Aufatmen, in guter Zusammenarbeit aller Behörden wurde dann am 16.04.99 die neue unbefristete Genehmigung laut Bundes Immissionsschutzgesetzes zum Betrieb und Ausübung des Motorsports auf dem Renngelände erteilt. Mit der Gemeinde wurde ein Pachtvertrag über 30 Jahre abgeschlossen.

 

Größere Projekte

Durch die Sicherstellung des langfristigen Pachtvertrages und der unbefristeten Genehmigung konnte der MSC Kleinhau ab 1999 dann größere Projekte angehen und durchführen;  den Bau der „Helmut Förster“ Tank- und Abnahmehalle, den Neubau der Gerätehallen, des Regenwassersammelbeckens, Optimierung der Streckenbewässerung, Duschen für die Sportler, feste Geländer zur Absicherung der Zuschauer,

das Zeltplateau wurde laut Genehmigung erweitert , eine feste Stromverteilung mit höherer Leistung um das gesamte Renngelände. Das alles wurde durch die Einnahmen aus dem Rennbetrieb, der Bewirtschaftung bei den Veranstaltungen, den Spenden des Fördervereins finanziert, sowie durch den unermüdlichen und ehrenamtlichen Arbeitseinsatz der Mitglieder und Helfer des MSC Kleinhau umgesetzt.

Vorstandwechsel

Im Herbst 2001 legte der langjährige Vorsitzende Toni Luysberg das Amt als 1. Vorsitzender aus privaten Gründen nieder und wurde im Rahmen der Jahresabschlussfeier 2001, aufgrund seiner Verdienste für den Sport, zum Ehrenvorsitzenden des MSC Kleinhau ernannt.

Das neue Vorstandsteam unter der Leitung von Adrian Braun, setzte alles daran, dass der Moto Cross Sport auch im Sinne der Nachwuchs und Jugendförderung weiterhin in der Gemeinde Hürtgenwald und über die Grenzen hinaus zum festen Bestandteil gehört und die Vorarbeit von Toni Luysberg und den anderen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern fortgeführt wird.

Andere Veranstaltungen

Aufgrund der guten Infrastruktur auf dem Renngelände und dem Service des MSC Kleinhau konnten auch viele andere Veranstaltungen wie Motorradtreffen, Geländewagen Präsentationen und Fahrerlehrgänge der Firmen Rover, Mercedes und Ford durchgeführt werden.

So ergab es sich, dass damals Anfang der 90 er Jahre die Forstämter mit neuen Rover Geländewagen ausgestattet wurden. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die Rover Fahrzeuge in den verschieden Forstrevieren des öfteren auf dem Dach landeten, so veranlasste das Forstamt, auf der MSC Rennstrecke, in Zusammenarbeit mit Rover Fahrsicherheitslehrgänge für Forstamtmänner. Von nun an lebte das Wild im Wald auch sicherer.

Auch die Deutsche Motorradmarke BMW präsentierte kürzlich die neusten Off Road Modelle, erstmals auf der Rennstrecke Kleinhau im Hürtgenwald.

Rasende Flitzer

Seit 2004 hat der “Modell Sportverein Hürtgenwald“ im Fahrerlager des MSC Kleinhau eine neue Heimat gefunden und kann hier mit ferngesteuerten Modellfahrzeugen trainieren sowie Veranstaltungen durchführen. Für 2006 ist ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft geplant.

 

Mofa Cross Rennen

Im Jahr 2005 wurde das 2. Mofa Cross Rennen mit Erfolg durchgeführt. 43 Teams nahmen an dieser Rennveranstaltung der etwas anderen Art mit riesigem Spaßfaktor teil. Maximal 3 Fahrer eines jeden Teams fuhren mit teilweise kurios modifizierten Mofas 4 Stunden lang über den im Fahrerlager und auf der Ministrecke angelegten anspruchsvollen Parcours.


Der Reiz dieses Spektakels scheint darin zu liegen das,

  1. jeder der ein Mofa besitzt mitfahren kann
  2. von Jahr zu Jahr nach Aussterbenden Mofas Ausschau zu halten, wenn nötig, weil es in der Eifel einfach keine Mofas mehr gibt, im Notfall auch in München welche zu besorgen, 
  3. ein Jahr lang zu schrauben und zu frisieren
  4. mit viel Spaß loßzubrettern

Auch im Jahr 2016 wurde wieder - wie in den Jahren zuvor - ein Mofa-Cross-Rennen über vier Stunden ausgetragen.

 

Möglichkeit für Jugendeinsteiger

Seit einigen Jahren unterhält der Club Kleinhau drei Jugendmotorräder. Hiermit haben Jugendliche die Möglichkeit unter anleitung kostengünstig min den Sport hineinzuschnuppern ohne direkt großartig investieren zu müssen, viele heutige aktive Fahrer haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und sind heute Lizenzfahrer des MSC Kleinhau.

 

Der Förderverein

Durch die Initiative einiger Fans des MSC Kleinhaus wurde 1998 der Förderverein des MSC Kleinhaus e.V. gegründet. Der Förderverein unterstützt den MSC Kleinhau bei den Veranstaltungen in Sachen Bewirtschaftung und Finanzierung der Baumaßnahmen, Unterhaltung des Renngeländes und der Anschaffung von notwendigen Sportutensilien .

 

Erfolge

Die sportlichen Erfolge alle zu nennen würde den Rahmen sprengen. Auf der Webseite www.damcv.de unter Meisterschaft und Archiv finden dich viele erfolge der Kleinhauer Fahrer.

 

Eine der schönsten Motocross Rennstrecken in Europa

Mit Stolz kann man sagen, dass der MSC Kleinhau eine der schönsten und anspruchsvollsten, mit einer optimalen Infrastruktur ausgestatteten Motocross Rennstrecken in Europa unterhält. Das alles ist dem ehemaligen und jetzigen Vorstand sowie vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen Helfern sowie den Mitgliedern zu verdanken. Viele Namen wären hier zu nennen, ich hoffe Ihr bleibt dem MSC Kleinhau weiter treu und wir können beruhigt in die Zukunft schauen, noch viele schöne Stunden mit einander verbringen, sportliche Erfolge feiern, und den Besuchern sowie den Teilnehmern unserer Veranstaltungen weiterhin spannenden und spektakulären Moto Cross Sport bieten.

 

 

Im Jahr 2016 werden die 100. und 101. Rennveranstaltung durchgeführt.

Der Betrieb eines Motorsportvereins mit 200 Mitgliedern und zwei Groß­veranstaltungen im Jahr erfordert ein Höchstmaß an Arbeitseinsatz. Der ganze Verein wird an den Arbeiten beteiligt. Viele freiwillige Helfer, aus der Region unterstützen den MSC Kleinhau bei den Veranstaltungen.

Der MSC hat sich seit jeher vorbildlich um die Jugend bemüht, er hat ihr nicht allein die Möglichkeit gegeben ihren Sport auszuüben und sich zu beschäf­tigen, sondern hat auch versucht  ideelle Werte zu vermitteln.

 

„Wer die Jugend hat, hat die Welt“.

 

Mit Siherheit haben wir irgendetwas vergessen oder auch nicht immer genau das richtige Zeitfenster getroffen, aber wir haben uns bemüht die Geschichte des Vereins mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln wiederzugeben.

 

Edmund Wollgarten von 1966 bis 1990,

Adrian Braun, Alexander Esch  von 1990 bis 2016

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